Verbrennungsmotoren sind toll…

April 23, 2012
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Vor der Testfahrt„Moment, was schreibt der da?“, mag vielleicht einer deiner Gedanken sein, nachdem du unseren neuen Blog mit dem Namen „Green Kultur“ entdeckt und den ersten Titel „Verbrennungsmotoren sind toll…“ gelesen hast. Doch bevor ich erkläre, worauf ich hinaus will, möchte dich erst einmal hier herzlich willkommen heißen! Ab sofort werden wir hier über alles dass bloggen, was wir als “grün” und sinnvoll erachten. Wir, das ist meine Wenigkeit und Shaleah. Einer schreibt auf Deutsch, die andere auf Englisch.

Ich kann aber bereits jetzt sagen, dass ich mich hauptsächlich mit Themen der Mobilität beschäftigen werde und so handelt auch mein erster Beitrag von einem Elektroauto und zwar dem Volvo C30 Electric. Und zwar deswegen, weil Volvo mich vor einem Monat in das wunderschöne Nordschweden eingeladen hatte und ich über das Heizen ja auch nicht erst Mitte August schreiben kann. Aber eigentlich geht es dann aber doch nicht um ein spezielles Elektroauto wie den C30, sondern um das Thema Energieeffizienz bei unseren geliebten Autos. Wer trotzdem mehr über den Elektro-Volvo lesen will, darf gerne meinen Artikel auf AutoSprint dazu besuchen.

Also jetzt zudem, was ich eigentlich mit meiner Überschrift sagen wollte:

Verbrennungsmotoren sind toll, wenn man mehr Energie für das Heizen als für das Fahren verwenden will.

Denn mit einer Effizienz von etwa 30-40 Prozent, geht der meiste Sprit in unseren Autos als Abwärme in die Umwelt oder beheizt bei kalten Temperaturen den Innenraum. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Mehr als die Hälfte jeder Tankfüllung geht nur für das Heizen drauf – immer, auch im Hochsommer!

Hier einmal eine Beispielrechnung: Angenommen ein Auto braucht 6 Liter auf 100 km, dann ist es eigentlich nur die Energie aus 2 Litern, die uns 100 Kilometer weit bringt, denn die restlichen 4 Liter sind Abwärme, die wir nutzen können damit wir es in unseren fahrenden Wohnzimmern gemütlich warm haben. Das blöde dabei ist, dass der Kraftstoff zudem auch noch endlich ist. Also eigentlich sollten wir doch versuchen möglichst sparsam mit dem schwarzen Wunderstoff umgehen. Dass es nicht ewig so weiter gehen kann, zeigt auch diese Aussage, die ich auf der Homepage des Hessischen Rundfunks gefunden habe: “Jeden Tag werden weltweit fast 87 Millionen Barrel Öl verbraucht. In einem Jahr so viel, wie in einer Million Jahre entstanden sind. Und der weltweite Bedarf steigt. Ein Grund: Schwellenländer, wie China und Indien, holen auf – auch beim Erdölverbrauch.” Leute, jeden Tag machen wir die Arbeit von einer Millionen Jahre zu nichte! An einem Tag!!

SchlittenhundeWas können wir also tun? Das beste und effizienteste, was wir und ganz besonders jeder Einzelne sofort tun kann, ist die Energie gar nicht erst zu verbrauchen. Das gestaltet sich natürlich ganz besonders beim Transport, sowohl von Menschen als auch von Gütern, schwierig, da unsere Gesellschaft so aufgebaut ist, dass wir aus Kostengründen Krabben zum Pulen von der Nordsee nach Marokko transportieren bevor sie beim Aldi in Hamburg landen. Globalisierung sei Dank. Zudem erwartet die Wirtschaft eine gewissene Flexibilität seiner Arbeitskräfte und die Politik unterstützt das Ganze mit Zuschüssen für Pendler. Bevor ich mich jetzt in Beispielen verliere bringe ich es mal auf den Punkt: Langfristig kommen wir um einen Systemwechsel nicht drumherum! In allen Bereichen. Der Begriff “Nachhaltigkeit” ist zwar sowas von ausgelutscht, beschriebt es aber meiner Meinung nach noch am besten.

Und aus meiner Sicht kann das elektrisch betriebene Auto dabei helfen, einen solchen Systemwechsel zu unterstützen. Denn jeder, der heutzutage und in Zukunft ein Elektroauto fährt, ist sich dessen bewusst, wo die Energie herkommt, die gerade sein Auto antreibt. Man wird schon beim Kauf mit der Frage konfrontiert, welcher Stromanbieter denn Zuhause welchen Stromanschluss bereitstellt und wirklich jeder weiß, dass das ganze erst mit Öko-Strom besonders viel Sinn macht. Manch einer hat sogar bereits sein eigenes Kraftwerk auf dem Hausdach und liebäugelt deshalb mit dem Gedanken auf Elektroantrieb umzusteigen. Und weil das Elektroauto mit einer Effizienz von über 90 Prozent den meisten Strom auf die Straße bringt und eben nicht wie sein Benzinbruder aus der Antriebsenergie ca. 70 Prozent Abwärme produziert, muss sich der Fahrer im Winter überlegen, ob er lieber eine Jacke anzieht oder die Heizung einschaltet und dadurch vielleicht einen Teil seiner Reichweite einbüßt. Natürlich gibt es auch clevere Lösungen, um Elektroautos zu heizen (siehe Artikel auf AutoSprint), aber nochmal: Am besten ist es immernoch die Energie einzusparen! Also Jacke an und mit Vollgas Richtung einer engerieeffizienten Zukunft! Der Verbennungsmotor hat über 100 Jahre auf dem Buckel – ich bin gespannt, wohin uns die nächsten Jahrzehnte führen!

 

 

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